Outplacement – Trennungsmanagement mit System

0
48

Die Welt ist im ständigen Wandel. So wundert es wohl niemanden, dass sich auch die Arbeitswelt zusehends verändert. Ein Arbeitsverhältnis, welches bis zum Rentenalter währt, gehört mittlerweile eher der Vergangenheit an. Früher konnten sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer sicher sein, dass sie über Jahre – wenn nicht sogar über Jahrzehnte – zusammenarbeiten. Indes wechseln Mitarbeiter häufig auf eigenen Wunsch den Arbeitsplatz. Dies kann verschiedene Gründe haben. Globalisierung, Wachstum, Rationalität, Mobilität und auch Kündigung können ebenso Beweggründe sein wie Weiterentwicklung, Mobbing oder ein zu geringes Einkommen. In diesem Rahmen kommt das Outplacement zum Einsatz. Dabei handelt es sich um ein Verfahren, bei dem sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer eine faire, gütliche und natürlich auch passable Lösung ersuchen.

Was genau ist Outplacement?

Das Outplacement (auf Deutsch Außenvermittlung) stammt ursprünglich aus den USA. Es wurde in den 50er Jahren entwickelt und sollte ein Konzept darstellen, welches eine einvernehmliche Entlassung gewährleistet. Mittlerweile findet das Outplacement in vielen Ländern Anklang – auch in Deutschland. Es wird vor allem bei Entlassungen oder bei einem Arbeitsplatzwechsel von Führungskräften angewendet. Ziel des Outplacements ist, der betroffenen Arbeitskraft neue Aufgabenbereiche zuzuteilen. Zumeist steht jedoch ein Arbeitsplatzwechsel an, auf welchen der Outplacement-Berater seinen Kunden vorbereiten möchte.

Somit lassen sich die Konsequenzen, die aus einer Entlassung herrühren, ideal umgehen. Das Selbstwertgefühl findet ebenfalls Beachtung und soll durch ein gezieltes Coaching weniger angegriffen werden. Auch Sorgen, die sich in finanziellen und sozialen Bereichen stellen könnten, lassen sich mit dem Outplacement auf ein Mindestmaß reduzieren. Damit alles reibungslos vonstattengehen kann, bedienen sich sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vornehmlich gern einem externen Dienstleister. Dieser unterstützt alle Parteien bei der Neuorientierung in jeglicher Hinsicht.

Wann kam das Outplacement nach Deutschland?

Seit dem Ende der 70er Jahre findet auch in Deutschland das Outplacement Verwendung. Der erste Berater, der einer entlassenen Führungskraft Unterstützung bei der beruflichen Neuorientierung bot, war Dr. Fritz Stoebe. Zur damaligen Zeit musste Dr. Stoebe noch für diese Arbeit kämpfen, hatte die Bundesanstalt für Arbeit für diese Tätigkeit ein festes Monopol beansprucht. Der Kampf hat sich jedoch gelohnt – Dr. Stoebe konnte sich durchsetzen.

Im Laufe der Zeit etablierten sich immer weitere Dienstleister in Deutschland, die zunächst noch Lizenzen aus den USA erhielten. Derzeit gibt es ungefähr 50 Beratungsunternehmen im deutschsprachigen Raum, die sich auf Outplacement spezialisiert haben. Neben diesen Unternehmen bieten unterschiedliche Freiberufler ihre Dienste für diesen Bereich an, der oftmals auch als Newplacement bezeichnet wird.

Wann ist Outplacement sinnvoll?

Jedes Unternehmen kann selbst entscheiden, ob vom Outplacement Gebrauch gemacht wird. In den meisten Fällen wenden Arbeitgeber diese Maßnahme an, wenn Rationalisierungen anstehen. Aber auch bei

• Firmenübernahmen,
• Standortverlagerungen,
• schlechter wirtschaftlicher Lage,
• Insolvenzen,
• Neuorientierungen seitens des Arbeitnehmers

und dergleichen ist die Außenvermittlung sinnreich. Derweil bieten zahlreiche Outplacement-Dienstleister ihre Unterstützung an. Dabei geht es in erster Linie um Beratungsarbeiten während des Entlassungsvorganges. Das hat auch seinen Grund: Da der Kündigungsschutz in Deutschland viele Gesetze und Richtlinien umfasst, ist es für zahlreiche Unternehmen nicht einfach, eine Kündigung für einen Mitarbeiter genügend zu begründen. Mit dem Outplacement versuchen Dienstleister eine gütliche Trennung herbeizuführen. Dabei werden auch die strengen Bestimmungen, Vorschriften sowie die aktuelle Gesetzeslage bedacht. Folglich kann eine Auflösung oder Aufkündigung des Arbeitsverhältnisses ohne Imageschaden auf beiden Seiten vollzogen werden.

Wie sieht die Tätigkeit eines Outplacement-Dienstleisters aus?

Soll ein Outplacement vollzogen werden, so bedient sich das Unternehmen gern eines externen Dienstleisters oder Beraters. Der Outplacement-Berater hat im besten Fall eine Ausbildung in den Bereichen Personalwesen sowie Management und kann in verschiedenen Bereichen unterstützend zur Seite stehen. Das Interessente: Der Berater ist nicht nur für den Arbeitgeber zuständig, sondern arbeitet auch mit den Mitarbeitern. Folglich begleitet der Dienstleister den Arbeitgeber und sorgt dafür, dass die Entlassung durch Aufhebungsverträge rechtlich optimal vollzogen wird. Gleichzeitig steht der Outplacement-Beauftragte auch für die Mitarbeiter zur Verfügung. Er sorgt dafür, dass eine sogenannte Reintegration in der Arbeitswelt möglich ist.

Im Großen und Ganzen kann der Berater als Vermittler angesehen werden. Zu seinen Hauptaufgabenfeldern gehört, dass beide Parteien gütlich auseinander gehen. Wichtig ist dabei, dass zu jeder Zeit die Interessen beider Seiten bestmöglich gewahrt werden. Natürlich liegt der Fokus bei der entlassenen Arbeitskraft. Diese soll schnellstmöglich einen gleichwertigen oder besseren Arbeitsplatz erhalten, ohne Einbußen hinnehmen zu müssen. Während des gesamten Prozesses können sich Unternehmen und Mitarbeiter auf den Berater verlassen, der als Mittelsperson für die Parteien agiert.

Die vier Stufen des erfolgreichen Outplacement-Verfahrens

Damit das Outplacement, welches auch gern als Newplacement bezeichnet wird, erfolgreich vonstattengehen kann, versucht der Berater neue Perspektiven für seinen Kunden zu schaffen. Der Übergang zum neuen Lebensabschnitt soll dabei sanft und ohne Hindernisse erfolgen. Damit dieser Plan auch aufgehen kann, erfolgt die Beratung in verschiedenen Stufen. Folglich kann die berufliche Neuorientierung Stück für Stück und vor allem behutsam angegangen werden.

Analyse
Am Anfang steht die Analyse. Dabei setzt sich der Dienstleister intensiv mit den betroffenen Parteien auseinander, führt Gespräche und versucht erste Lösungsansätze zu finden. Dazu werden verschiedene Fragebereiche durchleuchtet:

• Welcher Mitarbeiter ist betroffen?
• Welche Qualifikationen besitzt dieser?
• Welche zusätzlichen Fähigkeiten und Interessen bringt er mit?
• Wie sieht die derzeitige Lebenssituation aus?
• Wie sieht das Privatleben aus?
• Welche Chancen ergeben sich daraus für den Mitarbeiter?
• Welche Veränderungen lässt die betroffene Person zu?

Diese Analyse bildet demnach eine klassische Kennlernphase, in welcher der Berater den Betroffenen begegnet und sich ein Bild von der Situation macht. Anschließend kann der Outplacement-Dienstleister eine erste Einschätzung abgeben und Ideen sammeln. Ziel ist es, dem Mitarbeiter neue Chancen zu offerieren, um einen gelungenen Übergang zum neuen Arbeitsfeld oder Arbeitsplatz zu schaffen.

Qualifikationen
Im nächsten Schritt analysiert der Berater eingehend die Qualifikationen des Mitarbeiters, um ein geeignetes Profil zu errichten. Maßgeblich sind in diesem Bereich die Hard- sowie Soft Skills der Person. Durch das Erstellen eines ausführlichen Profils kann der Berater anschließend feststellen, welche Bereiche dem Mitarbeiter liegen und wie die Chancen für eine Neuanstellung liegen. Dabei müssen Fragestellungen behandelt werden wie zum Beispiel:

• Ist eine Weiterbildung oder sogar eine Umschulung gewünscht?
• Geht die Person auf die Ideen des Beraters ein?
• Wo liegen die Schwachstellen?
• Welche Stärken können benannt werden?

Der Betroffene kann in diesem Rahmen eigene Wünsche mitteilen und wird gänzlich in die Planung einbezogen. Nur so lässt sich ein gutes Profil herauskristallisieren, mit dem auch der Arbeitnehmer zufrieden ist. Auch hier kommen neue Fragefelder auf:

• Ist der Mitarbeiter derzeit mit seinem Job zufrieden?
• Möchte er sich vielleicht beruflich umorientieren?
• Was ist für den nächsten Arbeitsplatz wünschenswert?

Nach diesen Feststellungen ist für den Dienstleister klar, ob ein Branchenwechsel denkbar ist oder auch vielleicht die Selbständigkeit eine Alternative darstellt. Viele Wege führen bekanntlich nach Rom und der Berater wird für das Unternehmen sowie den Mitarbeiter den besten Weg herausfinden.

Bewerbung
Haben die Gespräche neue Erkenntnisse geliefert, geht es im nächsten Abschnitt darum, die Zukunft zu gestalten. Diese beginnt mit der Bewerbungsstrategie. Wird eine Umschulung oder Weiterbildung ins Auge gefasst, fällt diese natürlich zunächst weg. Möchte der Arbeitnehmer jedoch direkt weiterarbeiten, gilt der Einstieg in die Bewerbungsphase als maßgeblich. Der Dienstleister gibt in diesem Bereich nicht nur Hilfestellungen, sondern bereitet den Betroffenen auch auf das Vorstellungsgespräch vor. Da sich das Bewerbungsgespräch unterschiedlich gestalten kann, werden hier verschiedene Szenarien geprobt. Neben der Stellensuche und der klassischen Bewerbung greifen zahlreiche Unternehmen indes auf eine Videobewerbung zurück. Vor allem ältere Arbeitnehmer haben mit dieser Form der Bewerbung noch keinerlei Erfahrung und benötigen Hilfe. Der Outplacement-Berater kann in diesem Bereich umfassende Informationen liefern und eine erfolgsversprechende Bewerbung herausarbeiten.

Arbeitsverträge
Last, but not least unterstützt der Berater den Mitarbeiter sogar beim Vertragsabschluss. Der Erfolg der Arbeit ist nämlich erst dann gegeben, wenn der Dienstleister den Betroffenen zu einem neuen Job verholfen hat. Dies ist mit dem letzten Schritt und der Gestaltung des neuen Arbeitsverhältnisses erreicht.

Wie lange kann ein Outplacement andauern?

Die Dauer des Outplacements hängt von der vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Unternehmen, dem Mitarbeiter sowie dem Beauftragten ab. Zumeist können Auftraggeber aus verschiedenen Optionen wählen:

• Option 1: Das Outplacement wird im Vorfeld genau geplant und der Zeitraum festgelegt.
• Option 2: Das Outplacement bleibt solange bestehen, bis der Mitarbeiter einen neuen Arbeitsplatz gefunden hat. Im Fachbereich ist dann häufig von „Jobgarantie“ die Rede. Demzufolge weilt der Berater an der Seite des Mitarbeiters, bis dieser eine neue Arbeitsstelle gefunden hat.

In der Regel wählen Unternehmen und Mitarbeiter zumeist Variante 2 aus. Es bietet der entlassenen Person schlichtweg ein hohes Maß an Sicherheit, unterstützt zu werden. Der eigentliche Beratungsprozess beginnt häufig mit einem Kennlerngespräch. Möchten die Parteien dann miteinander zusammenarbeiten, wird ein Vertrag vereinbart. Dieser enthält auch die Dauer, die zwischen 3, 6, 9 und 12 Monaten betragen kann. Gemäß einer Mitteilung des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater können ungefähr 69 Prozent aller entlassenen Mitarbeiter im ersten halben Jahr nach der Kündigung weitervermittelt werden. Weitere 90 Prozent finden innerhalb eines Jahres eine neue Anstellung.

Wie viel kostet ein Outplacement-Berater?

Die Outplacement-Branche generiert pro Jahr einen Umsatz von ca. 80 Millionen Euro. Somit ist klar ersichtlich, dass der Bedarf an Unterstützung in diesem Bereich vorhanden ist. Jedoch stellt sich die Frage, wer für die Kosten aufkommt?

Im Allgemeinen übernehmen die Unternehmen, die den Outplacement-Berater beauftragen, die Rechnungen. In den meisten Fällen ist es schließlich das Unternehmen selbst, welches sich von dem Mitarbeiter trennen muss oder möchte. Zudem ist der Aufwand, einen externen Dienstleister mit dieser Aufgabe zu betrauen, deutlich kostengünstiger, als ein Gerichtsverfahren. Folglich umgehen Arbeitgeber verschiedene Kostenfaktoren wie Abfindungen, Weiterbeschäftigungen oder Kündigungsklagen.

Wo finde ich den passenden Outplacement-Berater?

Interessierte, die nach einem Outplacement-Dienstleister googlen, finden in den Suchmaschinen um die 90.000 Treffer. Scheinbar gibt es mittlerweile zahlreiche Berater, die ihre Dienste in diesem Bereich anbieten. Doch wie lässt sich herausfinden, ob der erwählte Dienstleister auch tatsächlich gut ist? Google und Co. liefert schließlich keine Qualitätsgarantie. Dennoch gilt das Outplacement als absolute Vertrauensangelegenheit.

Der Berater stellt einen wichtigen Faktor für die Personalvermittlung dar. Er hilft bei der Um- oder Neuorientierung und soll den Entlassenen für einige Zeit begleiten, bis dieser sich in seinem neuen Lebensabschnitt wohlfühlt. Bei einigen Personen kann dies ein Branchenwechsel bedeuten, andere wechseln komplett den Beruf. Allerdings passt nicht jeder Berater zu jedem Mitarbeiter. Hier müssen schlicht und ergreifend die Chemie und auch das Vertrauen stimmen. Daher sollten Betroffene vor einer engeren Zusammenarbeit auf einige wichtige Punkte achten:

• Stellt die Entlassung oder der Arbeitsplatzwechsel eine psychische Belastung dar, ist ein Berater mit einer Coaching-Ausbildung eine gute Wahl.
• Ein Mitarbeiter, der Unterstützung beim Aufbau der Bewerbung und für das Bewerbungsgespräch benötigt, sollte einen Dienstleister ersuchen, der Erfahrung in diesem Bereich mitbringt. Dieser zeichnet sich zudem durch hervorragende Arbeitsmarktkenntnisse aus.
• Kommen der Betroffene und der Berater absolut nicht miteinander aus, ist auch eine Zusammenarbeit hoffnungslos. Bereits das erste Treffen sollte eine gute Basis offerieren. Ist dies nicht gegeben, ist ein weiterer Outplacement-Berater zu wählen.

Was müssen Mitarbeiter tun, damit das Outplacement erfolgreich verläuft?

Nicht nur der Dienstleister muss höchsten Einsatz erbringen, auch die betroffene Person sollte dem neuen Lebensabschnitt wohlwollend und offen begegnen. Natürlich ist die Situation, den Arbeitsplatz oder die Stelle zu wechseln, für viele Mitarbeiter nicht erfreulich. Neue Wege einzuschlagen bedeutet allerdings auch, sich für neue Ziele begeistern zu können. Um dem Berater die Arbeit zu erleichtern, sollten Betroffene im Vorfeld verschiedene Fragen für sich selbst beantworten können:

Was ist mein Ziel?
Jeder Neuanfang ist schwer. Doch nichts im Leben geschieht von selbst. Wer erfolgreich sein möchte, muss auch seine Energie in den neuen Lebensabschnitt stecken. Um dem Dienstleister entgegenzukommen, sollten beide Parteien an einem Strang ziehen und miteinander arbeiten. Wer sich gegen neue Ziele stellt, wird auch keinen Erfolg verbuchen können. Am Ende kann durchaus etwas Gutes zustande kommen, wenn der Betroffene aktiv mithilft. Diese Hilfe kann durch Listen, welche Jobs und Arbeitsfelder interessant erscheinen, beginnen. Definiert der Kunde seine Vorstellungen klar und deutlich, fällt es auch dem Berater einfacher, schnell und gezielt Lösungen zu finden.

Wie kann ich helfen?
Der Berater ist ein Unterstützer, allerdings kann er keine Gedanken lesen. Er ist quasi auf die Mithilfe des Kandidaten, der betroffen ist, angewiesen. Dieser sollte Vorschläge und Anregungen mitteilen, mit denen der Outplacement-Berater arbeiten kann. Je mehr dieser über den Betroffenen weiß, desto mehr Hilfestellungen kann dieser liefern. Verschiedene und ausgiebige Gespräche helfen den Beteiligten, sodass alle Parteien schlussendlich glücklich aus den Verhandlungen herausgehen können.

Was sind meine Qualitäten?
Der Outplacement-Berater kennt den Kunden eingangs noch nicht. Er weiß am Anfang nichts von den Fähigkeiten, Interessen oder Vorzügen eines Betroffenen. Daher ist es wichtig, dass sich der Kunde von seiner besten Seite zeigt, ohne zu sehr zur Übertreibung zu neigen. Wichtig ist, mitzuteilen, welche Qualitäten und Qualifikationen vorliegen. Welche Arbeitsfelder bereiten Freude, welche sind eher unangenehm? Erst mit der Kommunikation kann der Berater festlegen, ob Fort-, Weiter- oder Umschulungen in Frage kommen. Mit dem Feedback können schließlich alle Parteien arbeiten. Nur wer mit offenen Karten spielt, kann auch im späteren Verlauf einen geeigneten Arbeitsplatz finden.

Eigeninitiative ist das Zauberwort
Niemand sollte erwarten, dass der Dienstleister alles weiß, kann und jede Aufgabe übernimmt. Der Betroffene sollte sich gütlich zeigen und auch Eigeninitiative einbringen. Wer neue Wege einschlägt, kann auch aus alten Rastern fallen, sich selbst ausprobieren und somit neue Erfahrungen sammeln. Auch wenn die ersten Bewerbungen nicht wie erwartet verlaufen, sollte die Schuld nicht beim Dienstleister gesucht werden. Jeden Tag erhalten zahlreiche Menschen Absagen. Wer das Glück nicht ausreichend herausfordert, wird auch keinen Erfolg für sich verbuchen können. Wichtig ist, mit dem Berater zu agieren und selbst zum Telefonhörer zu greifen. Somit lassen sich neue Chancen für ein neues Leben geschickt erarbeiten.

Ein Wechsel kann immer von Vorteil sein

Wenn ein Mitarbeiter über viele Jahre in einem Unternehmen gearbeitet hat, fällt die Trennung natürlich häufig nicht leicht. Betroffene sollten jedoch in diesem Fall nicht in das sogenannte „Loch“ fallen, sondern immer positive Schlüsse aus den jeweiligen Situationen ziehen.

Oftmals fällt dieser Schritt gerade älteren Personen sehr schwer. Eine berufliche Umorientierung kann mit Konflikten und vielen Emotionen einhergehen. Ein Outplacement-Berater hilft den betroffenen Beteiligten und steht ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Das eigentliche Ziel der Beratung ist, dass der entlassene Mitarbeiter am Ende eine praktische Perspektive erhält und mit der neuen Berufswahl zufrieden ist.

Vorteile für den Arbeitnehmer
Es wird keine Zeit verloren. Der Berater nimmt seine Arbeit sehr ernst und wird direkt mit dem Outplacement beginnen. Er versucht einen Karriereknick bestmöglich zu umgehen und außerdem auch Lücken im Lebenslauf zu verhindern. Der Betroffene erhält schon nach kürzester Zeit ein klares Feedback zu seiner Situationen und über die Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Nach der Einschätzung geht es an das Kompetenzportfolio. Dabei möchte der Dienstleister seinen Schützling so gut wie möglich ins Rampenlicht rücken, um eine erfolgreiche Vermarktung zu erzielen.

Eine Besonderheit stellen auf jeden Fall die Bewerbungsunterlagen dar. Mit einem guten Bewerbungscoaching erhält der Kunde zudem wertvolle Tipps offeriert, wie dieser sich auf die neuen, potentiellen Arbeitgeber einstellen kann. Ziel: Das Interesse des Unternehmens zu wecken – es ist somit überaus maßgeblich, die Qualitäten des neuen Arbeitnehmers stets hervorzuheben.

Vorteile für das Unternehmen
Ein guter Arbeitgeber möchte natürlich verantwortungsbewusst handeln. Vermutlich ist er mit der Gesamtsituation ebenso unzufrieden wie sein Mitarbeiter. Dennoch ist ihm die Trennung nicht gleich, sodass er versucht, die Zukunft seines Arbeitnehmers gewissenhaft abzusichern. Mit dem Outplacement unterstützt das Unternehmen die Neuorientierung des Mitarbeiters. Gleichwohl wird das Image oder die Marke des Unternehmens gewahrt. Stück für Stück wird der Berater den Trennungsprozess vollziehen, der für beide Parteien so reibungslos wie möglich verlaufen soll. Eine einvernehmliche Lösung, solide Sicherheiten und die Gewissheit, dass der Arbeitnehmer eine neue Stelle findet, sind das Ziel des Outplacements. Das Unternehmen vertraut somit auf den Dienstleister und unterstützt auch den Arbeitnehmer in den verschiedensten Situationen.

Das Outplacement bietet verschiedene Formen für alle Situationen

Jedes Unternehmen ist anders und auch jede Trennung fällt unterschiedlich aus. Manchmal muss sich ein Arbeitgeber nur von einem Mitarbeiter oder einer Führungskraft trennen, oft sind jedoch mehrere Personen betroffen. Gerade in Zeiten der Rationalisierung ist es hilfreich, auf einen Outplacement-Berater zurückzugreifen. Dieser hilft allen Beteiligten mit Einzelcoachings oder Gruppencoachings weiter.

Einzeloutplacement
Beim Einzeloutplacement oder Einzelcoaching erhalten ein oder zwei Kunden Unterstützung nach der Entlassung. Hier werden vor allem Fach- sowie Führungskräfte intensiv betreut, damit diese zeitnah wieder erfolgreich in der Arbeitswelt Fuß fassen können. Nach der Analyse der persönlichen sowie beruflichen Situation erstellt der Dienstleister einen Plan, der die Ziele für die nächste Zeit feststeckt. Dazu gehört eine gelungene Strategie sowie ein ausführliches Bewerbungscoaching. Je nach Vereinbarung hilft der Berater bei der Neuorientierung, spricht Empfehlungen aus und unterstützt den Kunden bis zum Abschluss des neuen Arbeitsvertrages.

Gruppenoutplacement
Das Gruppencoaching bietet sich vor allem dann an, wenn das Unternehmen mehrere Mitarbeiter oder sogar Abteilungen entlässt. Das Gruppenoutplacement eignet sich auch dann, wenn ganze Niederlassungen aufgegeben werden müssen. Der Berater ist in diesem Fall für mehrere Personen gleichzeitig zuständig. In der Regel umfasst die Gruppe jedoch höchstens 10 bis 20 Mitarbeiter. Weitere Personen werden durch zusätzliche Dienstleister betreut. Ein Gruppencoaching bringt viele Vorteile mit sich. So lässt sich beispielsweise der Trennungsprozess vorteilhaft in der Gruppe vollziehen. Folglich können alle Betroffenen miteinander trainieren und sich austauschen.

Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching

Es ist für den Erfolg unerlässlich, dass alle Beteiligten schon von Anbeginn ein gewisses Ziel vor Augen haben. Auch wenn der Trennungsprozess für viele Mitarbeiter mit einer gewissen Umstrukturierung und Umgewöhnung verbunden ist, so bedeutet ein Neuanfang immer, dass neue Möglichkeiten gegeben sind. Wichtig für die Zufriedenheit aller Parteien: Die Zielsetzung. Betroffene sollten direkt ihre Wünsche mitteilen, um eine solide Richtung einschlagen zu können. Auch wenn dieser Weg hart und beschwerlich sein sollte, lohnt sich die Mühe immer. Der Berater kann hernach auf seinen Kunden eingehen und Hilfestellungen leisten. Dabei kommen mitunter auch Eigenschaften oder Begabungen zum Vorschein, die vormals nicht in Betracht gezogen wurden. Der Berater kann seinen Kandidaten folglich nur dann helfen, wenn diese offen sind.

Mit einer guten Portion Mut und einer soliden Selbsteinschätzung ist es möglich einen guten Lösungsweg zu finden, mit dem alle zufrieden sind. Teilt der Gesprächspartner mit, welche Erfahrungen er vorweisen kann und welche Qualifikationen er bietet, kann der Berater – unter Berücksichtigung der derzeitigen Marktsituationen – einen Plan vornehmen. Nach Bearbeitung der Bewerbungsunterlagen ist der Bewerber bereit für den Neueinstieg in die Arbeitswelt. Das Coaching, das Feedback und das Üben von Vorstellungsgesprächen geben nicht nur Sicherheit, sondern liefern oftmals völlige neue Erkenntnisse für den Kunden. Dabei ist jedes Gespräch exakt auf den Entlassenen zugeschneidert. Nimmt der Mitarbeiter die Arbeit des Outplacement-Beraters ernst und unterstützt die einzelnen Schritte, so wird der Erfolg gewiss nicht lange auf sich warten lassen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here