Zimt – das Zaubergewürz

Zimt galt schon vor vielen hundert Jahren als das teuerste und wertvollste Gewürz weltweit und ist nicht nur in der Naturheilkunde ein wertvolles Heilmittel.

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Zimt
Zimt

Zimt galt schon vor vielen hundert Jahren als das teuerste und wertvollste Gewürz weltweit und ist nicht nur in der Naturheilkunde ein wertvolles Heilmittel. Das sehr effektive Gewürz kann den Blutzuckerspiegel senken, es wirkt sich positiv auf den Cholesterinspiegel aus und es kurbelt den Stoffwechsel an. Der angekurbelte Stoffwechsel ist wiederum sehr hilfreich wenn man Gewicht verlieren möchte. Das Zaubergewürz Zimt enthält zudem sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe. Genau diesen sekundären Pflanzenstoffen wird eine wundersame Wirkung bei der Krebsprävention zugesagt. Du kannst also erahnen, weshalb ich dem Zimt einen eigenen Artikel widme.

Zimt – das beliebteste Weihnachtsgewürz

Zimt galt schon vor vielen hundert Jahren als das teuerste und wertvollste Gewürz weltweit. Das wird auch heute noch ähnlich gesehen, zumindest für den ’echten’ Ceylon-Zimt, der aus Sri Lanka stammt. Der Ceylon-Zimt wird aus der inneren Schicht der Baumrinde des Zimtbaumes zu relativ dünnen Zimtstangen in mehreren Lagen aufgerollt und getrocknet. Angebaut wird der Zimtbaum in Süd- und Südostasien, auf Madagaskar und den Seychellen. Auch die Blüten und Blätter des bis zu 10 Meter hohen Zimtbaumes werden weiterverarbeitet.

Echter oder unechter Zimt?

Der Ceylon-Zimt unterscheidet sich durch seine Inhaltsstoffe, den Geschmack und nicht zuletzt im Preis von dem weniger wertvollen im Handel angebotenen Cassia-Zimt, der einen höheren Cumaringehalt als der Ceylon-Zimt aufweist. Die Cassia-Zimtstangen, die vom chinesischen Zimtbaum stammen, sind gröber und nur in einer Lage gewickelt. Die Zimtstangen werden zu feinem Pulver gemahlen, das in der Küche vielfältige Verwendung findet – fast immer in Verbindung mit Zucker! Beim Zimt-Pulver aus dem Handel ist ein Merkmal der Echtheit kaum erkennbar. Die Haltbarkeit des Zimt ist spätestens am bitteren Geruch zu erkennen. Zimt sollte dunkel, trocken und gut verschlossen gelagert werden.

Ist Zimt gesund?

Seit vielen Jahren ist bekannt, dass die im Zimt enthaltenden natürlichen Aromastoffe wie Cumarin oder Safrol gesundheitsschädigend sein können. Einige Menschen reagieren sehr empfindlich mit Kopfschmerzen oder Übelkeit darauf. Ein Zuviel des Gewürzes kann sogar auf Dauer zu Leberschädigungen und zu einem erhöhtem Krebsrisiko führen. Es ist jedoch noch nicht völlig geklärt, ob Zimtprodukte zu Nebenwirkungen führen, wenn sie über einen größeren Zeitraum eingenommen werden. Zimt steht allerdings im Verdacht, die Wirkung von blutzuckersenkenden Arzneimitteln zu verstärken. Es ist gesetzlich ein Höchstwert von 2 mg Zimt pro Kilogramm Lebensmittel erlaubt. Trotzdem gilt Zimt nicht nur in der Naturheilkunde als ein wertvolles Heilmittel. Mit den Inhaltsstoffen wie Zimtaldehyd, Ascorbinsäure, Borneol, Kalziumoxalate, Kampfer, Eugenol, Gerbstoffe, Cumarinen, Limonen, Salicylate und Zink wirkt Zimt u.a. antibakteriell, schweißtreibend, schmerzstillend, krampflösend und harntreibend.

Wieviel Zimtsterne pro Tag?

Das Bundesinstitut für Risikobewertung rät: Bei Kleinkindern mit einem Körpergewicht von 15 kg wäre der TDI-Wert bei 30 g Zimtsternen (ca. 6 kleine Zimtsterne) oder 100 g Lebkuchen täglich ausgeschöpft, wenn keine weitere Cumarinexposition aus anderen Quellen hinzukommt. Bei Erwachsenen (60 kg Körpergewicht) sind dies mehr als 120 g Zimtsterne (ca. 24 kleine Sterne) täglich. Die im Handel angebotenen mit Zimt gewürzten Fertigprodukte wie Gebäck, Punsch, Müsli, Milchreis, Eis und auch verschiedene kosmetische Produkte wurden nach mehreren Untersuchungen die Grenzwerte häufig überschritten. Eine Deklarationspflicht besteht nicht.

Wer die Köstlichkeiten in der Weihnachtszeit sicher genießen möchte, sollte bei dem Zaubergewürz auf die beste Qualität achten, nicht überdosieren und vielleicht mal selber backen, zumindest aber möglichst auf Industrieprodukte verzichten. Bei allen Gewürzen kommt es auf die richtige Dosierung an, aber in diesen besonderen Wochen des Jahres darf man vielleicht auch mal über die Stränge schlagen.

Zimt als Geschenk

Die Zimtstangen sind zum Wegwerfen viel zu schade. Sie lassen sich nach dem Kochen einfach abspülen und trocknen. Dann kann man die Stangen mit hübschen schmalen Bändchen oder Silberdraht fixieren und innen oder draußen an Tannenzweige hängen. Zudem machen selbstgemachte Geschenke sehr viele Freude. Wenn du die Zimtstangen nicht zum dekorieren benutzen möchtest, dann kannst du den selbst gemachten Zimt-Sirup in ein kleines Fläschchen oder Glas abfüllen, beschriften und mit einem Tannenzweig, einer Zimtstange und Bändchen verzieren. Fertig ist dein extravagantes Geschenk!

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